Betriebspraktikum

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Nach den Praktika in Wald und auf dem Feld folgt logischerweise in der 10. Klasse ein Praktikum im Bereich des Handwerks. So kann der Schüler die Entwicklungsgeschichte des Menschen noch einmal – ganz unbewusst – nachvollziehen. Das Betriebspraktikum dient also nicht in erster Linie der Berufsfindung, wie dies an Haupt- und Realschulen üblich ist, sondern eher einer Erweiterung des Erfahrungsschatzes. Da es oft nicht genügend Praktikumsplätze im Handwerk gibt, werden die Schüler auf Dienstleistungsunternehmen ausweichen müssen. Sicher gestellt werden soll, dass die Schüler erfahren, was ein achtstündiger Arbeitstag bedeutet, wie Arbeit organisiert wird, in der Firma, betriebswirtschaftlich, aber auch volkswirtschaftlich, im Zusammenhang mit dem Wirtschaftskreislauf. Eine wichtige Erfahrung ist dabei die der Zusammenarbeit mit anderen Menschen, wo Zuverlässigkeit, Verantwortungsbereitschaft aber auch Teamfähigkeit unerlässlich sind. Die Fachkompetenz der Meister beeindruckt ebenso wie die nachsichtige Freundlichkeit, geduldige Hilfsbereitschaft und der kollegiale Humor. Viele Schüler kehren mit einer klareren Vorstellung davon, wie sie später einmal arbeiten wollen, in die Schule zurück: oft mit dem Vorsatz, die Schule besser zu nützen, manchmal aber auch mit dem geheimen Wunsch, sie doch schon bald verlassen zu dürfen, um ins "richtige" Leben einzusteigen, wo es darauf ankommt, Nützliches zu leisten.


Quelle: http://www.waldorfschule-chiemgau.de/betriebspraktikum.phtml

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