Eurythmie, was ist das?
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Die Waldorfschulen kennen als ein reguläres Unterrichtsfach die Bewegungskunst Eurythmie, bei der Elemente der Sprache und der Musik in entsprechenden künstlerischen Bewegungsformen sichtbar gemacht werden. In den ersten Klassen betreiben die Kinder Eurythmie noch als Bewegungsspiel, sie verwandeln sich in Märchenfiguren, doch bald laufen sie auf dem Boden geometrische Formen oder bilden die Laute der Sprache als Gesten mit den Armen, auf den Lauf der Füße überträgt sich der Rhythmus eines Verses, sie lernen sich geschickt im Raum zu orientieren.
Zu den besonderen pädagogischen Elementen der Eurythmie gehören Übungen mit Kupferstäben, die Stabübungen. Hier geht es bei den einfachsten und elementarsten Übungen um das Raumerfassen, bei den Gruppenübungen, bei denen die Stäbe von einem zum anderen Schüler geworfen werden, um Geschicklichkeitsübungen.
Bei der gemeinsamen Gestaltung eines Musikstücks oder der Darstellung von Literatur tritt das soziale Element der Eurythmie in den Vordergrund, indem bei der gemeinsamen Darstellung die Bewegung der einzelnen Formen zur lebendigen Gruppenbewegung wird. Durch das eigene Sichtbarmachen der Töne, durch die eigene sinnliche Erfahrung können die Schüler ganz subjektiv das Werk erfassen, und über die seelische Beteiligung lernen sie mit dem ganzen Körper zu sprechen und ihr Empfinden auszudrücken. Neben den eurythmischen Bewegungen und den gestalteten Formen verstärkt die Farbigkeit der Gewänder das gedankliche und gefühlsmäßige Erleben.
