Novalis-Schule? Waldorfschule?

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Novalis-Schule keine Waldorfschule

NNA/tdz. Die Aufregung um die Berliner Novalis-Schule, die nach eigenen Angaben "auf der Grundlage Rudolf Steiners" arbeitet, ist für den Bund der Freien Waldorfschulen und für die Landesarbeitsgemeinschaft der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg Anlass, darauf hinzuweisen, dass die Novalisschule keine Waldorfschule ist. In einer Pressemitteilung schreibt Detlef Hardorp, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft : "Die Landesarbeitsgemeinschaft der Waldorfschulen Berlin-Brandenburg legt Wert auf die Feststellung, dass die Novalis Schule in Friedrichshagen keine Waldorfschule ist und weder zur Landesarbeitsgemeinschaft noch zum Bund der Freien Waldorfschulen Kontakt hat. Die Behauptung der Novalis Schule, nach anthroposophischer Pädagogik zu arbeiten, wurde somit nie überprüft, weder vom Senat noch von der Landesarbeitsgemeinschaft der Waldorfschulen." Nach Auffassung von Hardorp drohen die Vorgänge an der Novalis-Schule den Ruf der privaten Schulen zu schädigen. Spiegel-Online hat inzwischen auf die Klarstellung der Landesarbeitsgemeinschaft reagiert und seinen Artikel geändert.

Verschiedene Medien, darunter auch die Tageszeitung TAZ, hatten über den Konflikt zwischen Eltern- und Lehrerschaft an der Novalis-Schule berichtet. Der Unterricht war mehrere Tage lang ausgefallen, weil der Elternverein als Schulträger den Vertrag mit dem sogenannten Lehrerverein gekündigt und allen Lehrern Hausverbot erteilt hatte. Unter Polizeischutz sollte dann der Unterricht mit einem Kollegium aus teils alten, teils neuen Lehrern fortgesetzt werden. Die Polizei habe einem Teil der alten Lehrer den Zugang zur Schule verwehrt, berichteten die Berliner Zeitungen. Von einem normalen Schulalltag könne man nicht sprechen. „Pausenbrot unter Polizeischutz" titelte die TAZ. Die Eltern hatten laut TAZ u.a. die Pädagogik der Schule gerügt, in der ein autoritäres Klima herrsche und keine Kritik zugelassen werde. Einzelne Lehrer hätten sich wie der „Guru einer Sekte" aufgeführt, schrieb die TAZ. In einem Interview mit der TAZ unterstrich einer der Lehrer erneut die „anthroposophische Ausrichtung" der Schule. Ein Sprecher der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland betonte dazu gegenüber der anthroposophischen Nachrichtenagentur NNA, die Gesellschaft könne nur darauf hinweisen, dass der Bund der Waldorfschulen mit der Novalis-Schule nichts zu tun habe. Der Begriff „anthroposophisch" als solcher sei kein geschütztes Markenzeichen. Nur wenn die Anthroposophische Gesellschaft selbst namentlich genannt werde, habe sie das Markenrecht und könne klar Stellung nehmen.

Quellennachweiß: Themen-der-Zeit.de

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