Religionsunterricht -evangelisch

Aus Waldorfwiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Evangelischer Religionsunterricht wurde an Waldorfschulen auf Wunsch evangelische Elternhäuser eingeführt. Heute ist dieser Unterricht offen für alle, die evangelisch getauft sind, und für alle, die ihn wünschen.


Der Lehrplan für den evangelischen Religionsunterricht wird von der evangelischen Kirche erstellt und vom Kultusministerium in Kraft gesetzt. Nach diesem Lehrplan wird auch der Religionsunterricht an den Regelschulen im Land erteilt. Der evangelischer Religionsunterricht an der Waldorfschule berücksichtigt auch den Lehrplan der Waldorfschule und bezieht Elemente der Waldorfpädagogik mit ein.

In den Klassen l - 4 soll vor allem Vertrauen gestärkt werden: Das Erleben von Gemeinschaft, das Erfahren von Geborgenheit, Gesang, Gebet und die Freude am Schönen, stärken und begleiten uns durch die Jahre. Ziel ist es, eine gesunde Identität aufzubauen und zu festigen. Vertrauen und Angstreduzierung haben eine Begründung in der biblischen Tradition.

An Hand der biblischen Geschichten können sich die Schüler einen persönlichen ,,Grundschatz\" und ein Grundwissen aneignen, auch als Basis zur Auseinandersetzung mit derselben für später. Wichtig ist auch, dass die Kinder etwas von der christlichen Prägung unserer Kultur erfahren und religiöse Sprachfähigkeit erlernen.

Auch andere Weltreligionen, Philosophien und Ideologien werden thematisiert. Die Erziehung zur Dialogfähigkeit mit unterschiedlichen weltanschaulichen Überzeugungen setzt voraus, dass man weiß, wovon man spricht. Wer mit einer religiösen Lebenssicht nicht wenigstens bis zu einem gewissen Grad vertraut ist, kann Unterschiede und Gemeinsamkeiten weder angemessen erkennen, noch sie für die Bildung einer eigenen Identität verwenden. Denn Verständigung setzt eine gewisse Identität voraus.

Der evangelische Religionsunterricht soll Orientierung für folgende Fragen geben: Wohin geht es? Was hat (noch) Wert? Was ist mein Weg? Was kann meinem Leben Sinn geben? Ich habe mich verändert. - Mein Gottesbild hat sich verändert.

Evangelischer Religionsunterricht bietet besonders in der Oberstufe Raum zur Auseinandersetzung. Praktisches Tun kommt je nach äußeren Möglichkeiten hinzu: Besuch der Synagoge oder der Moschee in Freiburg, Adventssingen in der Uniklinik, Hilfe für behinderte und alte Menschen, Ausflüge an Orte des humanistischen Engagements, wie z.B. Weltläden oder eine Reise zu den Waldensern in Italien.

Persönliche Werkzeuge
Schulen in Deutschland