Schülerfragen = Unterrichtsinhalte?

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Mit den Fragen der Schüler arbeiten

In einer guten Unterrichtsstunde wird ein Waldorflehrer nicht alles bis zu Ende erklären, sondern bewusst wichtige Fragen offenlassen.

So gehen die Schüler mit der Frage in die Nacht. In einer gesund durchgeschlafenen Nacht kann eine Frage im Unterbewussten geistig aufkeimen, so dass sie am nächsten Tag mit einem ganz anderen Tiefgang von den Schülern aus behandelt werden kann. Daran kann wiederum der Lehrer nur aus Geistesgegenwart heraus seinen Unterricht anknüpfen, wobei er bereit sein muss, eventuell seinen vorbereiteten Stoff über Bord zu werfen.

Dann ist aus der Belehrungsanstalt eine lebendige Lernwerkstatt geworden, die bewusst das Geistige des Menschen in den Lernprozess mit einbezieht und die Individualität des Schülers zum Maßstab und zur Richtschnur des Unterrichtens macht. Wohl deshalb haben wissenschaftliche Untersuchungen ergeben, dass die Einstellung der Schüler zu ihrer Schule durchschnittlich positiver ist als dies bei Schülern staatlicher Schulen der Fall ist.

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