Sport
Aus Waldorfwiki
"Den Anderen wahrnehmen und selbst sein Bestes geben"
Phantasie öffnet den Zugang zur Seele und verbindet das Kind mit der Sache. In der 1. und 2. Klasse gibt es noch keine direkte Bewegungsschulung. Seelisch erfüllte Spielsituationen, die der Phantasiewelt der Kinder so viel Nahrung wie möglich geben, lassen das Kind in die Bewegung eintauchen.
In der 3. bis 5. Klasse ist die Bewegungsschulung intensiv begleitet von seelischen Elementen und knüpft an Bilder an. (Kennenlernen der Welt).
Ab der 6. Klasse werden sportliche Bewegungselemente geübt, der Schüler kann sich die Bewegung vorstellen und eine Bewegungskorrektur vornehmen. An die Stelle der reinen Bewegung tritt das Erleben.
Für die 7. und 8. Klasse eignen sich alle Sprungübungen und kurze Dauerlaufübungen. Der Achtklässler sucht den "Widerstand". Das Ringen ist das charakteristische Bewegungselement. Die Bewegungsmechanik kann in allen Bereichen angesprochen werden. Wald- und Geländeläufe über größere Strecken werden bewältigt.
Der 9. Klässler muss seine körperliche Schwere überwinden lernen und aufgrund seiner körperlichen Entwicklung die Bewegungen ganz neu erlernen. Der "Wille" wird gefordert (Kugelstoßen, Basketball usw.).
In der 10. Klasse werden die Schüler "sozial", sind kraftvoll, aber auch einfühlsam. Sie müssen ihren Schwerpunkt im Körperlichen finden, um sich nicht im Gefühlsstrom im Umkreis zu verlieren. Der Diskuswurf (Mitte und Umkreis) sowie das Volleyballspiel gewinnen an Bedeutung.
In der 11. Klasse ist Zielstrebigkeit eine Grundhaltung. Die gewonnene Selbständigkeit zeigt sich im Denken. Speerwurf und Bogenschießen sind typische Übungsbilder.
Die 12. Klasse hat keinen Schwerpunkt mehr. Es wird wiederholt, vertieft und nach verschiedenen Kriterien differenziert gearbeitet. Ideal wäre ein persönlicher Leistungsabschluss einer frei gewählten Sportart.
Aufgabe der Turnlehrer ist es nun, für jede Altersstufe der Schüler die Übungen und Elemente der Gymnastik, des Geräteturnens, der Leichtathletik, der Spiele usw. verantwortungsvoll einzusetzen, um die Entwicklung des Kindes und Jugendlichen im Konsens mit den anderen Fächern an unserer Schule zu fördern und zu unterstützen.
