Waldorfkindergarten

Aus Waldorfwiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Waldorfkindergärten sind Einrichtungen der anthroposophischen Erziehung für Vorschulkinder. Sie sind teilweise an Waldorfschulen angegliedert, häufiger jedoch eigenständige Einrichtungen. So gibt es in Deutschland über 500 Waldorfkindergärten und knapp 200 Waldorfschulen (Stand 2005). Der erste Waldorfkindergarten wurde auf Betreiben von Elisabeth von Grunelius und Herbert Hahn Ostern 1926 an der Stuttgarter Waldorfschule eröffnet.

Pädagogisches Konzept

Das pädagogische Konzept in Waldorfkindergärten ist weniger festgelegt als bei den Schulen und wird durch die jeweiligen Erzieher geprägt. Kernelemente sind feste Rhythmen im Tagesablauf, im Wochenablauf und ein starker Bezug zu den Jahreszeiten. Wichtigster Ansatz der Waldorf-Pädagogik ist die Nachahmung. Den Kindern wird durch Tun und Schaffen der Erzieherinnen ein Vorbild gegeben. Das ist oft ungegenständlich und besteht aus Naturmaterialien wie Wolle, Filz, Tüchern, Körben mit Nusskernen und ähnlichem. Häufig ist die Eurythmie Teil des Tages- oder Wochenablaufs.

Zitat Rudolf Steiner: Zu den Kräften, welche bildsam auf die physischen Organe wirken, gehört die Freude an und mit der Umgebung. Heitere Minen der Erzieher und vor allem redliche, keine erzwungene Liebe. Solche Liebe, welche die physische Umgebung warm durchströmt, brütet im wahren Sinne des Wortes die Formen physischer Organe aus. Wenn die Nachahmung gesunder Vorbilder in solcher Atmosphäre der Liebe möglich ist, dann ist das Kind im richtigen Element. | -- Rudolf Steiner: Die Erziehung des Kindes vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft

Persönliche Werkzeuge
Schulen in Deutschland