Waldorfschule und Rassismus
Aus Waldorfwiki
Stuttgarter Erklärung
Waldorfschulen gegen Diskriminierung
• Die Freien Waldorfschulen leisten bei der Wahrnehmung
ihrer erzieherischen
Aufgabe im Geiste der Menschenrechte einen Beitrag
für eine Gesellschaft, die auf dem solidarischen Zusammenleben
aller Menschen beruht.
• Als Schulen ohne Auslese, Sonderung und Diskriminierung ihrer
Schülerinnen und Schüler sehen sie alle Menschen als frei und
gleich an
Würde und Rechten an, unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit,
nationaler oder sozialer Herkunft, Geschlecht, Sprache,
Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung.
• Die Anthroposophie als Grundlage der Waldorfpädagogik richtet
sich gegen jede Form von Rassismus und Nationalismus. Die Freien
Waldorfschulen sind sich bewusst, dass vereinzelte Formulierungen
im Gesamtwerk Rudolf Steiners nach dem heutigen Verständnis
nicht dieser Grundrichtung entsprechen und diskriminierend
wirken.
• Weder in der Praxis der Schulen noch in der Lehrerausbildung
werden rassistische oder diskriminierende Tendenzen geduldet.
Die Freien Waldorfschulen verwahren sich ausdrücklich gegen jede
rassistische oder nationalistische Vereinnahmung ihrer Pädagogik
und von Rudolf Steiners Werk.
Aus diesem Selbstverständnis arbeiten die Freien Waldorfschulen seit
ihrer Gründung 1919. Waldorfpädagogische Einrichtungen engagieren
sich heute in allen Erdteilen,
darunter in sozialen Brennpunkten Europas,
Afrikas, Amerikas, Asiens, in Israel und der arabischen Welt.
